Am Anfang dieser Entwicklung stand der Wunsch Feuerkraft und Beweglichkeit miteinander zu verbinden, und beides wegen der gesteigerten Feuerwirkung der Abwehrwaffen auf dem Gefechtsfeld mit einer Panzerung zu schützen. In Deutschland nahmen solche Überlegungen Mitte der 30er Jahre konkrete Gestalt an. Gefordert wurde ein wirkungsvolles Geschütz auf gepanzerter Selbstfahrlafette zur unmittelbaren Unterstützung der Infanterie. Jede Infanteriedivision sollte eine Abteilung solcher Geschütze erhalten. Ein Ziel, das selbst auf dem Höhepunkt der Entwicklung der Sturmartillerie nicht verwirklicht werden konnte. Sturmgeschütze blieben, abgesehen von einigen Ausnahmen, eine Schwerpunktwaffe des Heeres. Eine recht treffende Charakterisierung ist in einer, ebenfalls vom Oberkommando des Heeres während des Krieges herausgegebenen Schrift über die Artillerie zu finden: “Die Sturmbatterien sind Kinder des gegenwärtigen Krieges. Sie sollen den Angriff der Infanterie unmittelbar in der vordersten Linie unterstützen. Sie sind, um sich hierbei dem Gelände weitgehend anschmiegen zu können, niedriger gebaut als die Panzerkampfwagen, denen sie übrigens bis auf den Wegfall des Drehturms ähneln. Ihre Panzerung schützt sie gegen alle infanteristischen Waffen.
10
Jun
09

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